Startup-Marketing: Tipps für kleines Geld

Startup-Marketing: Tipps für kleines Geld

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Das wusste schon Goethe und doch fällt es vielen Gründern schwer, die Marketing-Potenziale ihres unmittelbaren Umfelds zu erkennen und zu nutzen. An erster Stelle: die eigenen Kunden. Die ersten von ihnen gibt es oft schon in der Frühphase eines Unternehmens, und indem sie die Firma oder ihr Produkt weiterempfehlen, sorgen sie für wertvolles, persönliches Marketing.

Kommunikation

Startup’s, Gründer und wachsende Unternehmen, die sich mehr Bekanntheit wünschen, sollten über Ihre Geschäftsidee sprechen und andere Menschen in Ihre Kommunikation einbinden. Beispielsweise kann man die eigenen Produkte und Dienstleistungen durch mehrere Produkttester ausprobieren lassen. Neben medialer Aufmerksamkeit erhöht sich so auch die eigene Reichweite und man gewinnt ein ehrliches Kundenfeedback. Oder man bietet Premium-Funktionen und exklusive Inhalte als Dankeschön für eine Weiterempfehlung an. Wer weiter gehen will, fragt seine ersten Kunden, ob sie bereit sind, als Testimonial mit einem Foto und/oder einem Statement auf der Website zu erscheinen. Wichtig dabei: Die Empfehlungsmethoden sollten zum Startup und seinem Produkt passen, authentisch und nicht erzwungen wirken. Eine weitere Möglichkeit ist es, Journalisten und Influencer anzusprechen.

Reputation

Content-Marketing: Blogbeiträge, Fachpublikationen und entsprechende Aktivitäten im Social Web helfen, das eigene Profil zu schärfen und sich als Anlaufstelle für ein bestimmtes Themengebiet zu positionieren.

Volunteering: Gerade in der Entwicklerszene können Gründer ihre Bekanntheit und Reputation steigern, indem sie ihre Fähigkeiten in gemeinsamen Projekten unter Beweis stellen, ihre Arbeitsergebnisse teilen und ihre Hilfe anbieten.

Prospekt- und Infopostzustellung: Prospekte sind die am häufigsten verwendete Werbeform in der Haushaltswerbung. Es gibt mittlerweile deutschlandweit Firmen, die sich auf die Zustellung von Werbeprospekten, Handzetteln und Kundenzeitungen, z.B. nach Postleitzahlen oder Stadtgebieten, spezialisiert haben. Infopost lässt sich zu einem besonders günstigen Preis versenden.

Events und Messen: in Coronazeiten eher schwer zu realisieren, aber grundsätzlich kann der persönliche Kontakt zum Kunden den Unterschied machen.

Online Konferenzen und Workshops: sind ein sehr effektiver Weg sich zu profilieren, Kontakte zu knüpfen und den eigenen Blog mit neuem Futter in Form von Zusammenfassungen, Analysen oder einem Vortragsvideo zu versorgen.

Multiplikatoren

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um nicht komplett bei null anzufangen, sondern von der Reichweite und dem guten Ruf anderer zu profitieren:

Startup-Wettbewerbe: Hier muss man nicht gleich gewinnen, um in den Genuss seiner Benefits zu kommen. Die Aufmerksamkeit der Jury ist den Bewerbern zumindest kurzzeitig sicher – schon hier lassen sich eventuelle Fürsprecher finden. Wer es bis ins Finale schafft, kann sich über ein entsprechendes Presse-Feedback freuen.

Crowdfunding-Kampagnen: Auf Kickstarter, Indiegogo und Seedmatch können Sie Ihre eigene Crowdfunding-Kampagne starten. Neben der Möglichkeit, das eigene Produkt zu finanzieren und seinen Marktwert zu testen, erhält man auch gehörig Aufmerksamkeit. Einerseits scannen Journalisten die Plattformen regelmäßig und andererseits rühren die Kampagnenunterstützer die Werbetrommel für Ihre Geschäftsidee.

Strategische Partnerschaften: Über Browser-Plugins oder die Integration eigener Share-Buttons auf reichweitenstarken Seiten lässt sich wertvoller Traffic generieren. Das geht natürlich auch eine Nummer kleiner: Viele etablierte Firmen stehen der Idee, neue Services oder Produkte im Rahmen eines gemeinsamen Projekts auszutesten, durchaus offen gegenüber – immerhin profitieren auch sie davon, wenn letztlich ein Mehrwert für die eigenen Kunden zustande kommt. Bei bestimmten Geschäftsmodellen kann es sinnvoll sein, sich Offline-Partner zu suchen, die ihre Kunden auf das neue Startup hinweisen.

Kostenlose Angebote nutzen

Google AdWords: Manchmal kann man auf praktische Sonderangebote zurückgreifen – zumindest als Newbie. Ein Beispiel dafür sind Google AdWords: wer hier ein neues Konto eröffnet und für 25 EUR Anzeigen kauft, erhält ein Bonus-Guthaben im Wert von 75 EUR und kann unterm Strich von 100 EUR AdWords-Budget profitieren.

Social Media Profile: Eine Registrierung bei Facebook, Instagram, Twitter und Co. ist kostenlos möglich und verschafft Ihnen Aufmerksamkeit. Wie man die Kanäle noch nutzen kann, habe ich bereits weiter oben in diesem Artikel beschrieben.

Kennen Sie weitere Freebies, die ich hier nicht aufgezählt habe? Dann freue ich mich über einen Kommentar. Natürlich auch, wenn Sie bereits Erfahrungen mit dem einen oder anderen Tool sammeln konnten und diese teilen möchten.